Personal Branding Shooting vorbereiten | Tipps aus Berlin
Personal Branding Shooting vorbereiten | Tipps aus Berlin So bereitest du dich entspannt und strategisch vor Ein Shooting steht an – und plötzlich kreisen ziemlich viele Fragen im Kopf: Was ziehe ich an? Wie stehe ich vor der Kamera, ohne verkrampft zu wirken? Welche Fotos brauche ich überhaupt? Und was mache ich, wenn ich mich auf Bildern eigentlich nie mag? Falls du dich gleichzeitig auf die neuen Bilder freust und ein bisschen nervös bist: Das ist völlig normal. Sichtbar zu werden fühlt sich toll an – kann aber im selben Moment ganz schön ungewohnt sein. Deshalb beginnt ein gutes Personal Branding Shooting bei mir nicht erst, wenn ich die Kamera auspacke. Wir starten vorher: mit deiner Arbeit, deinen Zielen und der Frage, was die Bilder später über dich erzählen sollen. Denn beim Personal Branding geht es nicht darum, einfach möglichst viele hübsche Porträts zu sammeln. Es geht um eine durchdachte Bildwelt, die sich nach dir anfühlt und die du auf deiner Website, bei LinkedIn, in der Presse oder für deinen nächsten Launch sofort einsetzen kannst. 1. Kläre zuerst, wofür du die Bilder wirklich brauchst Bevor wir über Outfits, Locations oder Posen sprechen, schauen wir uns an, wo deine Bilder später ihren Platz finden. Brauchst du ein großes Querformat als Blickfang für deine Startseite? Ein ruhiges Porträt für die Über-mich-Seite? Hochformate für LinkedIn? Oder Bilder mit viel freiem Raum an der Seite, auf denen du später Text platzieren kannst? Typische Plätze für deine Bilder: Website (Startseite, Über-mich-Seite, Angebotsseiten) LinkedIn-Profil und regelmäßige Content-Beiträge Social Media & Newsletter Pressefotos & Gastbeiträge Podcast-Cover & Speaker-Profile Pitch Decks, Präsentationen & Launch-Materialien Warum das so wichtig ist: Ein Bild für den Website-Header muss völlig anders aufgebaut sein als ein eng geschnittenes Profilfoto. Für Social Media brauchst du flexible Zuschnitte, und auf einer Angebotsseite funktioniert ein Bild, das dich mitten bei der Arbeit zeigt, oft viel besser als der direkte Blick in die Kamera. Eine kleine Hausaufgabe vor unserem Vorgespräch Nimm dir kurz Zeit und klicke durch deine Website und deine wichtigsten Profile. Frage dich: Wo fehlen mir aktuell passende Bilder? Welche alten Fotos fühlen sich nicht mehr nach mir an? Auf welchen Seiten stehen bisher nur Platzhalter oder austauschbare Stockfotos? Welche neuen Angebote sollen künftig im Mittelpunkt stehen? Du musst daraus keine wissenschaftliche Analyse machen. Ein paar einfache Screenshots oder Links reichen völlig aus, damit wir deinen echten Bedarf erkennen. 2. Überlege, was Menschen über dich verstehen sollen Personal Branding Fotos zeigen nicht nur dein Gesicht. Sie vermitteln in Sekundenbruchteilen, wie du arbeitest und wie es sich anfühlt, mit dir im Raum zu sein. Willst du klar und strukturiert wirken? Kreativ und unkonventionell? Ruhig und vertrauenswürdig? Oder eher lebendig und voller Energie? Es geht nicht darum, eine Rolle zu spielen. Gute Fotografie übersetzt die Facetten, die du sowieso schon mitbringst, in Bilder. Stelle dir vorab diese Fragen: Was sollen Menschen nach zwei Sekunden über mich und meine Arbeit verstehen? Wie möchte ich mich auf den Bildern fühlen? Welche Eigenschaften schätzen meine Kundinnen und Kunden an mir? Welche Seite von mir kam auf bisherigen Fotos viel zu kurz? Was soll auf keinen Fall künstlich oder aufgesetzt wirken? Deine Antworten sind unser Kompass für Locations, Licht, Kleidung und die Stimmung beim Shooting. 3. Die Idee hinter dem Bild: Zwei Beispiele aus der Praxis Starke Bildideen entstehen selten aus einer Liste mit Standard-Posen. Sie entstehen, wenn wir verstehen, worum es in deinem Business wirklich geht. Heiko, Marketing und ein Einkaufswagen Als Sales- und Marketingstratege Heiko zu mir kam, trug er eine ganz bestimmte Idee mit sich herum: Er wollte Fotos mit einem Einkaufswagen. Auf den ersten Blick wirkt ein Einkaufswagen mitten in Berlin vielleicht ungewöhnlich. Auf den zweiten Blick trifft er den Nagel auf den Kopf. Heiko beschäftigt sich täglich damit, wie Kaufentscheidungen entstehen, wie Angebote platziert werden und warum Menschen sich für ein Produkt entscheiden – oder eben nicht. Der Einkaufswagen greift diesen Kontext spielerisch auf. Das Motiv funktioniert, weil es nicht künstlich auf „kreativ“ getrimmt ist, sondern einen echten Bezug zu seiner Arbeit hat. Es bleibt im Kopf, zeigt Humor und erzählt eine Geschichte. Recarbox: Farben, Architektur und Mobilität Bei der Planung für Elisa und ihr Startup Recarbox ging es ebenfalls nicht um stures Posieren. Recarbox entwickelt eine modulare, sichere Garagenlösung. Schon vor dem Shooting haben wir überlegt: Welche Orte passen zu den Themen Sicherheit, Technik und urbane Mobilität? Passen alte Berliner Garagen als visueller Kontrast? Wie können wir Modellautos oder Werkstoffe einbinden? Auch die Markenfarben – ein dunkles Grün und verschiedene Grautöne – haben wir subtil über die Umgebung und die Kleidung einfließen lassen. Das Ergebnis ist eine visuelle Welt, die exakt zum Startup passt, statt nur zufällige Porträts zu zeigen. 4. Wähle Kleidung, in der du dich wiedererkennst Die wahrscheinlich häufigste Frage vor jedem Shooting: Was soll ich bloß anziehen? Meine einfachste Regel lautet: Zieh Dinge an, in denen du dich wie du selbst fühlst. Du musst für das Shooting keine neue Business-Rolle erfinden. Einen Blazer brauchst du nur, wenn du ihn auch im Alltag gern trägst. Deine Kleidung sollte sich gut anfühlen, zu deiner Marke passen und dir Bewegungsfreiheit geben. Worauf du bei den Outfits achten kannst: Farben: Du musst nicht von Kopf bis Fuß in den exakten Farbtönen deines Logos auflaufen. Es reicht völlig, kleine Farbakzente zu setzen – über ein Oberteil, eine Jacke, deine Schuhe, Schal, Schmuck oder dein Notizbuch. Muster & Logos: Sehr kleine, eng gestreifte Muster können auf Fotos flimmern. Große Markenlogos lenken den Blick von dir ab. Strukturierte Stoffe (z. B. Strick, Leinen, Leder oder Frottee) machen das Bild dagegen spannend. Der Layering-Trick: Statt drei komplett neue Outfits mitzuschleppen, arbeite lieber mit Schichten. Jacke an oder aus, Blazer über das T-Shirt ziehen, Ärmel hochkrempeln, andere Schuhe anziehen oder den Schmuck wechseln. So entstehen im Handumdrehen völlig unterschiedliche Bildstimmungen, ohne dass wir wertvolle Shooting-Zeit in Umkleidekabinen verbringen. Mein Tipp: Schick mir vor dem Shooting einfach ein paar schnelle Schnappschüsse deiner Lieblingskombinationen per WhatsApp oder E-Mail. Dann schauen wir gemeinsam, was vor dem Hintergrund am besten wirkt. 5. Locations mit

