Welche Personal Branding Fotos braucht
eine Founder-Website?
Die wichtigsten Motive für Startseite, Über-mich-Seite, Angebote, LinkedIn und Presse
Eine neue Website entsteht. Texte werden feingeschliffen, Farben ausgewählt, Unterseiten verschoben und die Überschriften zum fünften Mal umformuliert. Und irgendwann taucht sie auf, diese eine Frage:
„Welche Fotos brauche ich eigentlich?“
Ein einzelnes hübsches Porträt ist ein guter Anfang. Für eine echte Founder-Website reicht es aber selten aus. Denn deine Website soll nicht nur zeigen, wie du aussiehst. Sie soll deinen Besucher:innen dabei helfen, dich, deine Haltung und deine Angebote innerhalb von Sekunden zu verstehen.
Dafür brauchst du weder hunderte Fotos noch für jede Unterseite ein komplett neues Outfit. Du brauchst eine durchdachte Auswahl an Motiven, die ganz konkrete Aufgaben übernehmen.
In diesem Artikel zeige ich dir, welche Personal Branding Fotos auf einer Founder-Website wirklich Sinn machen, worauf du bei Formaten und Bildaufbau achten solltest und wie aus einem Shooting ein visueller Baukasten entsteht, den du auch für LinkedIn, Presse und Social Media nutzen kannst.
Die Kurzfassung: Diese Bilder braucht eine gute Founder-Website
Wenn du eine vielseitige Bildwelt aufbauen willst, solltest du mindestens diese Motivarten einplanen:
Ein starkes Hero-Bild für den ersten Eindruck auf der Startseite
Ein persönliches, nahbares Porträt für deine Über-mich-Seite
Arbeitsmomente, die dich in deinem Element zeigen
Motive, die deine Angebote und Leistungen greifbar machen
Bilder mit freiem Raum (Copy Space) für Überschriften oder Buttons
Detail- und Atmosphärenaufnahmen als visuelle Pausen
Ein enges, klares Presse- oder Speaker-Porträt
Verschiedene Hoch- und Querformate für flexible Layouts
Persönlichere Motive für LinkedIn und Social Media
Ganz wichtig: Welche Motive für dich den Ton angestallten, hängt stark von deinem Business ab. Ein Tech-Founder braucht eine andere Bildsprache als eine Designerin oder der Gründer einer Beratungsagentur. Deshalb startet eine gute Shooting-Planung nicht mit einer starren Liste, sondern mit deiner Website, deinem Angebot und deinen Zielen.
Plane nicht zuerst die Fotos – plane deine Website
Bevor wir ein Personal Branding Shooting planen, sprechen wir nicht direkt über Outfits oder schöne Hintergründe in Berlin. Zuerst schauen wir uns deine digitale Bühne an:
Welche Seiten gibt es auf deiner Website?
Welches Hauptangebot steht im Fokus?
Wo fehlen dir aktuell passende Bilder?
Welche alten Fotos passen schlichtweg nicht mehr zu deiner Positionierung?
Auf welchen Seiten musst du als Person präsent sein – und wo reichen Kontextbilder?
Das klingt im ersten Moment nach Hausaufgaben, spart dir später aber extrem viel Frust.
Ein Foto für den Header deiner Startseite braucht einen völlig anderen Aufbau als ein kleines Profilbild auf LinkedIn. Ein Bild neben einem Textblock muss Ruhe ausstrahlen. Und ein Motiv auf deiner Angebotsseite sollte am besten sofort erklären, wie die Zusammenarbeit mit dir aussieht.
Wenn wir diese Rollen vorher definieren, entstehen beim Shooting keine Zufallsprodukte. Es entsteht eine Bildauswahl, die wie angegossen in deine Website passt.
1. Das Hero-Bild: Dein visueller erster Eindruck
Das Hero-Bild ist das erste große Motiv, das Menschen sehen, wenn sie deine Startseite aufrufen. Es setzt den Ton für deine gesamte Website. Deshalb sollte es nicht nur schön aussehen, sondern deine Botschaft tragen.
Ein starkes Hero-Bild zeigt:
Dich in einem Umfeld, das zu deiner Marke passt
Deine Grundenergie und Persönlichkeit
Einen direkten Bezug zu deiner Tätigkeit
Ausreichend freien Raum für Überschrift, Subline und Button
Farbtöne, die sich mit deinen Brand-Farben harmonieren
[Beispiel-Layout im Webdesign]
+-------------------------------------------------------+
| [Text & Button Links] | [Du im Bild Rechts] |
| | |
| "Sichtbar werden..." | (Viel freier Raum) |
| [Button: Mehr erfahren] | |
+-------------------------------------------------------+
Worauf wir beim Fotografieren achten:
Hero-Bilder brauchen fast immer ein Querformat. Je nach Webdesign stehst du im Bild bewusst links oder rechts, damit auf der anderen Seite Platz für deine Texte bleibt.
Da Websites auf Smartphones ganz anders dargestellt werden als auf großen Monitoren, fotografieren wir Schlüsselmotive meist in verschiedenen Varianten:
Einmal mit dir auf der linken Seite
Einmal auf der rechten Seite
Einmal etwas weiter weg (für breite Banner)
Und zusätzlich als enges Hochformat für die mobile Ansicht
So hat deine Webdesignerin später echten Gestaltungsspielraum – und dein Gesicht wird mobil nicht versehentlich von einem Button verdeckt.
2. Ein persönliches Porträt für deine Über-mich-Seite
Die Über-mich-Seite ist fast immer eine der meistgeklickten Seiten einer Founder-Website. Hier entscheiden Menschen gefühlsmäßig, ob die Chemie stimmt: Wer steckt hinter dem Business? Wirkt diese Person sympathisch? Kann ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen?
Vergiss das typische „Business-Porträt“ mit verschränkten Armen und angespannter Haltung. Deine Über-mich-Seite darf nahbar sein.
Mögliche Bildideen:
Ein ruhiges Porträt mit ehrlichem Blick in die Kamera
Ein Motiv mitten in der Bewegung
Eine entspannte Sitzsituation im Café oder Studio
Ein Bild an einem Ort, der deine Persönlichkeit widerspiegelt
Wichtig ist einzig und allein: Du musst dich auf dem Bild wiedererkennen. Es bringt nichts, eine fotogene Kunstfigur zu inszenieren. Die Leute wollen der Person begegnen, mit der sie später auch im echten Call sprechen.
3. Bilder, die dich bei deiner Arbeit zeigen
Angebote werden greifbar, wenn man sich vorstellen kann, wie die Praxis aussieht. Genau deshalb gehören echte Arbeitsmomente auf deine Website.
Je nach Fachbereich kann das völlig unterschiedlich aussehen:
Eine Beratungssituation oder ein Austausch
Konzentriertes Arbeiten am Laptop oder Skizzenbuch
Ein Moment beim Vortrag, Workshop oder Pitch
Die Arbeit mit deinem echten Produkt oder Prototyp
Der Weg zum nächsten Termin im Berliner Kiez
Der Laptop ist hier erlaubt – er sollte nur nicht zur lahmen Dauer-Requisite werden. Die viel spannendere Frage lautet: Welche Handbewegung oder Situation zeigt Außenstehenden sofort, was du täglich tust?
4. Bilder für deine Angebote und Leistungen
Angebotsseiten neigen dazu, schnell sehr textlastig zu werden. Die richtigen Bilder lockern den Lesefluss auf und machen deine Leistung greifbar.
Wie das in der Praxis aussieht:
Beispiel 1: Sales & Marketing
Bei Heiko, einem Strategen für Sales und Marketing, ist ein Motiv mit einem Einkaufswagen entstanden. Das Bild zeigt keinen Quatsch, sondern hat einen echten Bezug zu seiner Plattform REYO: Es geht um Kaufentscheidungen, E-Commerce und darum, was Menschen in ihren Korb legen. Es verbindet Witz mit fachlichem Kontext.
Beispiel 2: Hardware-Startup Recarbox
Bei Elisa und ihrem Startup Recarbox dreht sich alles um modulare Garagenlösungen. Hier haben wir bei der Shooting-Planung direkt Architektur, Mobilität und Markenfarben einbezogen. Dunkles Grün und Grautöne tauchen subtil in der Umgebung und Kleidung auf. So erzählt jedes Bild etwas über Sicherheit, Technik und urbane Räume.
5. Bilder mit freiem Raum für Text (Copy Space)
Ob für Website-Header, Präsentationen oder Social-Media-Grafiken: Du wirst immer wieder Bilder brauchen, auf denen Text Platz findet.
Dafür fotografieren wir bewusst Hintergründe mit ruhigen Flächen:
Eine schlichte Wand
Der freie Berliner Himmel
Eine weiche Unscharfe im Hintergrund
Architektonische Linien, die das Auge leiten
Beim Shooting füllen wir deshalb nicht jedes Bild bis zum Rand mit Motiv. Dieser „leere“ Raum ist später pures Gold für dein Marketing.
6. Detailbilder und visuelle Pausen
Nicht jedes Foto auf deiner Website muss dein Gesicht zeigen. Detailaufnahmen geben deinen Unterseiten Rhythmus und schaffen Atmosphäre.
Ideale Detailmotive:
Deine Hände beim Schreiben, Zeichnen oder Arbeiten
Arbeitsmittel, Werkzeuge oder Notizen
Ausschnitte deines Produkts oder Prototyps
Texturen und Farben aus deiner Markenwelt
Diese Bilder eignen sich perfekt als Trennelemente zwischen längeren Textabschnitten oder als Hintergrund für Zitate und Blog-Beiträge.
7. Ein klares Porträt für Presse, Podcasts und Speaker-Events
Auch wenn deine Website sehr lebendig und individuell gestaltet ist: Du brauchst mindestens ein völlig unkompliziertes, sauberes Porträt.
Unverzichtbar für:
Presseanfragen & Gastbeiträge
Podcast-Cover & Speaker-Profile
Interviews & Panel-Ankündigungen
LinkedIn-Profilbilder
Dieses Bild muss auf einen Blick zeigen, wer du bist, auch in winziger Darstellung funktionieren und einen ruhigen Hintergrund haben. Wenn eine Redaktion spontan ein Foto von dir anfordert, willst du nicht erst hektisch ein Urlaubsbild zurechtschneiden müssen.
8. Hochformate, Querformate und flexible Ausschnitte
Der häufigste Fehler bei Bildsammlungen ist nicht die Qualität – sondern der Mangel an Formaten. Fünf wunderschöne Porträts nützen dir wenig, wenn alle im selben engen Hochformat fotografiert wurden.
Achte beim Shooting darauf, dass eine bunte Mischung entsteht:
Querformate für Banner und Header
Hochformate für mobile Ansichten und LinkedIn
Quadratische Ausschnitte für Profilbilder
Wide-Shots (weit weg) und Close-ups (nah dran)
9. Bilder für LinkedIn und dein laufendes Marketing
Deine Website ist das Fundament – aber du willst deine Zielgruppe vermutlich auch auf LinkedIn, im Newsletter oder auf Social Media erreichen.
Dafür lohnt es sich, beim Shooting direkt Content-Futter mitzudenken:
Nahbare Porträts für persönliche Learnings
Fokus-Bilder bei der Arbeit für Fachthemen
Dynamische Geh-Motive für Storytelling-Posts
Detailfotos für ruhigere Gedanken-Impulse
So hast du für die nächsten Monate einen fertigen Vorrat an Bildern und musst nicht unter jeden Post dasselbe alte Profilfoto setzen.
10. Wie viele Bilder braucht eine Founder-Website wirklich?
Es gibt keine magische Zahl. Eine schlanke One-Page-Website kommt mit weniger Bildern aus als eine umfangreiche Seite mit Journal, Pressebereich und mehreren Angeboten.
In meinem Paket Founder Branding sind 25 final bearbeitete Bilder enthalten. Das reicht perfekt für:
3–4 starke Porträts
3–5 Arbeits- und Praxisszenen
2–3 Motive mit Textfreiraum
2–3 Detailaufnahmen
Eine gute Mischung aus Hoch- und Querformaten
Ein sauberes Pressefoto
Diese 25 Motive geben dir ein solides Fundament, ohne dass du in hunderten fast identischen Dateien den Überblick verlierst. Wer eine noch größere Bildwelt für Launches, Rebrandings und ein ganzes Jahr Content braucht, greift zur Founder Story mit 40 bis 50 Bildern.
Beispiel: Eine pragmatische Shotlist für deine Website
STARTSEITE
├── 1x Hero-Bild (Querformat, freier Raum für Text/Button)
├── 1x Lebendiges Porträt
└── 1x Arbeitsmoment
ÜBER-MICH-SEITE
├── 1x Persönliches, nahbares Porträt
├── 1x Weiteres Bild im echten Arbeitsumfeld
└── 1x Entspannter Zwischenmoment
ANGEBOTSSEITEN
├── 2x Arbeitssituationen (Beratung, Flow, Werkzeuge)
├── 1x Detailaufnahme / Produkt / Requisite
└── 1x Motiv für die gewünschte Arbeitsatmosphäre
PRESSE & LINKEDIN
├── 1x Schlichtes Presseporträt mit ruhigem Hintergrund
└── 3-4 Flexible Motive für Beiträge & Social Media
Und was ist mit KI-generierten Business-Fotos?
KI-Fotos können eine schnelle Notlösung sein, wenn du von heute auf morgen ein passables Profilbild brauchst. Für eine echte, vertrauenswürdige Founder-Website stoßen sie aber schnell an ihre Grenzen.
Was KI-Bilder nicht können:
Deinen echten Arbeitsplatz oder dein Team zeigen
Dein reales Produkt greifbar machen
Die spontane Chemie und Energie eines echten Shootings einfangen
Zu der Person passen, der deine Kundinnen später im Video-Call tatsächlich gegenübersitzen
Ein reales Shooting liefert dir keine künstliche Hülle, sondern ehrliches Vertrauen. Und genau das ist es, was Interessent:innen am Ende zu Kund:innen macht.
Die 5 häufigsten Fehler bei Website-Fotos (und wie du sie vermeidest)
Nur enge Porträts buchen: Ohne Umgebung und Details fehlen dir später wichtige Elemente fürs Layout.
Erst shoote, dann die Website planen: Wer ohne Plan fotografiert, merkt später oft, dass passende Querformate oder Freiflächen fehlen.
Zu ähnliche Outfits tragen: Drei schwarze Pullover bringen keine Abwechslung in deine Bildwelt.
Die mobile Darstellung vergessen: Wichtige Motive müssen mit etwas Spielraum fotografiert werden, damit auf dem Smartphone nichts abgeschnitten wird.
Fotos ohne Kontext verstreuen: Bilder wirken am stärksten, wenn sie thematisch exakt zu dem Textabschnitt passen, neben dem sie stehen.
Häufige Fragen zur Vorbereitung (FAQ)
Brauche ich auf jeder Seite ein Foto von mir?
Sollte ich zuerst die Website oder die Fotos planen?
Muss mein Branding auf jedem Bild zu sehen sein?
Deine Website braucht keine beliebigen Fotos. Sie braucht die richtigen.
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Ein gutes Founder-Shooting liefert dir weit mehr als hübsche Porträts. Es gibt dir Werkzeuge an die Hand, die deine Arbeit verständlich machen, Vertrauen aufbauen und deine Marke visuell zusammenhalten.
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